Der Fernseher ist für die meisten Haushalte das größte technische Möbelstück und bestimmt maßgeblich, wie ein Wohnzimmer wirkt und funktioniert. Gleichzeitig hat sich seine Rolle verändert, denn statt des Programms um 20:15 Uhr laufen heute Streamingdienste, Mediatheken, Spielkonsolen und gelegentlich noch klassisches Fernsehen. Ein gutes Bild und ein passender Ton machen aus dem Abend auf dem Sofa ein echtes Erlebnis.
Die Kategorie umfasst mehrere Bereiche. Fernseher reichen von kompakten Geräten für Küche und Schlafzimmer bis zu großen OLED- und QLED-Modellen fürs Wohnzimmer. Beamer und Leinwände liefern Bilddiagonalen, die kein Fernseher erreicht, und verwandeln einen abgedunkelten Raum in ein Kino. Heimkino- und TV-Zubehör deckt alles ab, was dazugehört, von Soundbars und Blu-ray-Playern über Wandhalterungen bis zu Streaming-Sticks und HDMI-Kabeln.
Bei der Auswahl entscheiden einige Grundlagen. Die Bildschirmgröße sollte zum Sitzabstand passen, wobei bei 4K-Inhalten deutlich größere Geräte sinnvoll sind, als man früher empfohlen hat. Die Panel-Technologie bestimmt den Charakter, denn OLED liefert perfektes Schwarz und beste Kontraste, während LED und QLED heller strahlen und in sonnigen Räumen im Vorteil sind. HDR-Unterstützung sorgt für mehr Dynamik in hellen und dunklen Bildbereichen. Für Spielkonsolen sind HDMI 2.1, 120 Hertz und VRR relevant. Beim Ton lohnt fast immer eine Soundbar, weil die flachen Gehäuse moderner Fernseher kaum Platz für gute Lautsprecher lassen.
Preislich decken Einsteigergeräte Grundbedürfnisse ab, die Mittelklasse bietet gutes Bild und aktuelle Anschlüsse, und im oberen Bereich stehen große OLED-Modelle und komplette Heimkinosysteme.
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Bei 4K-Inhalten gilt als Orientierung ein Sitzabstand von etwa dem 1,5-fachen der Bilddiagonale, was bei einem 65-Zoll-Gerät rund 2,5 Meter entspricht. Die früher üblichen größeren Abstände stammen aus der HD-Zeit, als man bei zu geringer Distanz einzelne Pixel sah. Die häufigste Rückmeldung nach einem Neukauf lautet, dass das Gerät hätte größer sein können. Miss deinen tatsächlichen Abstand aus und markiere die Bildschirmbreite testweise mit Klebeband an der Wand.
In den meisten Fällen ja, denn moderne Fernseher sind so flach, dass für ordentliche Lautsprecher schlicht kein Volumen bleibt, was sich besonders bei Dialogen und Filmmusik bemerkbar macht. Schon eine einfache Soundbar verbessert die Sprachverständlichkeit deutlich spürbar. Wer mehr will, ergänzt einen Subwoofer für das Bassfundament oder greift zu einem System mit Rücklautsprechern. Eine vorhandene Stereoanlage lässt sich über den optischen Ausgang des Fernsehers ebenfalls einbinden.
OLED-Panels schalten jeden Bildpunkt einzeln ab und erreichen dadurch perfektes Schwarz und hervorragende Kontraste, was besonders bei Filmen in abgedunkelten Räumen beeindruckt. LED- und QLED-Geräte werden deutlich heller und behaupten sich besser in sonnendurchfluteten Wohnzimmern, außerdem sind sie günstiger. Bei sehr langen statischen Bildinhalten besteht bei OLED ein geringes Einbrennrisiko, das moderne Geräte aber gut abfedern. Die Raumhelligkeit ist meist das entscheidende Kriterium.
Für PlayStation 5 und Xbox Series X lohnt ein Fernseher mit HDMI 2.1, der 4K bei 120 Bildern pro Sekunde darstellen kann. Wichtig sind außerdem VRR für variable Bildwiederholrate und ALLM, das automatisch in den Spielmodus schaltet und die Eingabeverzögerung senkt. Achte auf die Angabe der Eingabeverzögerung in Millisekunden, wobei Werte unter 20 gut sind. Nicht jeder HDMI-Anschluss eines Fernsehers unterstützt diese Funktionen, oft sind es nur zwei von vieren.