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WLAN- & Multiroom-Lautsprecher

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WLAN- & Multiroom-Lautsprecher: Musik in jedem Zimmer

Die Idee ist bestechend einfach. Ein Lautsprecher pro Raum, alle im selben Netzwerk, und du entscheidest per App, wo welche Musik läuft. In der Küche das Radio, im Wohnzimmer ein Album, oder überall dasselbe, wenn Gäste da sind. Multiroom-Systeme lösen damit ein Problem, an dem Bluetooth naturgemäß scheitert, weil dessen Reichweite an der nächsten Wand endet.

Der technische Unterschied ist entscheidend. WLAN-Lautsprecher holen sich den Stream direkt aus dem Internet oder vom Netzwerkspeicher, statt ihn vom Handy weitergereicht zu bekommen. Dein Smartphone dient nur als Fernbedienung und kann den Raum verlassen, ohne dass die Musik stoppt. Die Übertragung erfolgt unkomprimiert, es gibt keine Codec-Verluste, und mehrere Geräte spielen exakt synchron. Standards wie AirPlay 2, Chromecast built-in, Spotify Connect und proprietäre Systeme einzelner Hersteller decken das ab.

Das Angebot reicht von kompakten Speakern fürs Bad über Modelle mit ausgewachsenem Stereoklang bis zu Soundbars und Subwoofern, die sich in dasselbe System einbinden lassen. Viele Hersteller bieten zusätzlich Verstärker und Streaming-Adapter an, mit denen sich vorhandene passive Lautsprecher und alte Anlagen einbinden lassen. Achte darauf, ob das System offene Standards unterstützt oder dich an eine Marke bindet, denn das bestimmt deine Erweiterungsmöglichkeiten für Jahre. Eine stabile WLAN-Abdeckung ist Grundvoraussetzung, im Zweifel hilft ein Mesh-System.

Preislich beginnen kompakte Netzwerkspeaker im mittleren Bereich, ausgewachsene Modelle und Stereopaare liegen darüber, und komplette Multiroom-Installationen mit mehreren Zonen sind eine planbare, aber größere Investition.

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Multiroom verstehen

WLAN-Lautsprecher beziehen den Stream selbst aus dem Netz, weshalb dein Smartphone nur als Steuergerät dient und den Raum verlassen kann, ohne die Wiedergabe zu unterbrechen. Anrufe und Benachrichtigungen mischen sich nicht in die Musik, und die Übertragung ist unkomprimiert statt durch einen Bluetooth-Codec reduziert. Außerdem reicht das Signal durch die ganze Wohnung statt nur zehn Meter weit. Der Nachteil ist die Abhängigkeit von einem funktionierenden Netzwerk.

Nur wenn sie denselben offenen Standard unterstützen, etwa AirPlay 2 oder Chromecast built-in, dann lassen sie sich zumindest über das jeweilige Systemmenü gruppieren. Proprietäre Multiroom-Lösungen einzelner Marken funktionieren dagegen ausschließlich innerhalb der eigenen Produktfamilie. Wer sich Flexibilität offenhalten will, sollte gezielt auf offene Standards achten. Praktisch entscheidet man sich meist doch für ein Ökosystem, weil die App-Bedienung dann deutlich runder läuft.

Ein stabiles Signal in jedem Raum mit einem Lautsprecher ist wichtiger als hohe Bandbreite, denn Audiostreams brauchen selbst in hoher Auflösung wenig Datenrate. Problematisch sind eher Funklöcher, überfüllte 2,4-Gigahertz-Kanäle und billige Repeater, die Aussetzer verursachen. Ein Mesh-System oder ein zweiter Access Point löst solche Probleme meist zuverlässig. Wo möglich, ist eine Kabelverbindung per LAN die stabilste Lösung, viele Geräte bieten dafür einen Anschluss.

Das geht mit einem Streaming-Adapter, der per WLAN empfängt und das Signal analog oder digital an deinen vorhandenen Verstärker weitergibt. Viele Multiroom-Hersteller bieten solche Geräte an, sodass sich eine gute alte Anlage nahtlos einfügt. Alternativ gibt es Netzwerkverstärker, die passive Lautsprecher direkt antreiben und selbst Teil des Systems sind. Beides ist deutlich günstiger, als eine funktionierende Anlage zu ersetzen.