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Objektive

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Objektive: Der wichtigste Teil deiner Ausrüstung

Fotografen sagen gern, dass man in Objektive investiert und Gehäuse nur mietet. Das ist überspitzt, trifft aber den Kern, denn das Objektiv bestimmt Schärfe, Lichtstärke, Bildwinkel und den Charakter der Unschärfe. Ein Kameragehäuse ist nach fünf Jahren überholt, ein gutes Objektiv liefert auch nach fünfzehn Jahren noch hervorragende Bilder.

Die Bauarten haben klare Profile. Festbrennweiten haben nur eine Brennweite, sind dafür meist lichtstärker, schärfer und günstiger als vergleichbare Zooms, was sie zur besten ersten Erweiterung macht. Zoomobjektive decken einen Bereich ab und sind flexibler, wenn nur ein Objektiv mitkommen soll. Weitwinkelobjektive erfassen viel Umgebung und eignen sich für Landschaft, Architektur und Innenräume. Teleobjektive holen Entferntes heran, für Tiere, Sport und komprimierte Bildwirkung. Makroobjektive bilden kleine Motive formatfüllend ab. Porträtobjektive um 85 Millimeter mit hoher Lichtstärke sind für Menschen die klassische Wahl.

Bei der Auswahl helfen einige Grundbegriffe. Die Blendenzahl gibt die Lichtstärke an, wobei kleinere Zahlen mehr Licht bedeuten und stärkere Freistellung ermöglichen. Der Bajonettanschluss muss zu deiner Kamera passen, und bei APS-C-Kameras verschiebt sich die wirksame Brennweite um den Formatfaktor. Bildstabilisierung im Objektiv hilft besonders bei langen Brennweiten. Achte auf die Naheinstellgrenze, wenn du gern nah herangehst. Drittanbieter liefern oft hervorragende Optiken zu deutlich niedrigeren Preisen.

Preislich sind einfache Festbrennweiten sehr günstig, gute Zooms und lichtstarke Optiken liegen im Mittelfeld, und Profiobjektive mit durchgehender hoher Lichtstärke bilden das obere Ende.

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Objektive auswählen

Fast immer eine lichtstarke Festbrennweite, klassischerweise 50 Millimeter an Vollformat oder etwa 35 Millimeter an APS-C, mit einer Blende von 1,8. Diese Objektive kosten wenig, sind optisch hervorragend und zeigen sofort, was bei wenig Licht und mit gestalteter Unschärfe möglich ist. Der Unterschied zum Kit-Zoom ist auf den ersten Blick sichtbar. Erst danach lohnt es sich, gezielt nach Weitwinkel oder Tele zu schauen.

Die Blende beschreibt die Öffnung des Objektivs, wobei kleinere Zahlen wie 1,8 eine größere Öffnung und damit mehr Lichtdurchlass bedeuten. Eine große Öffnung ermöglicht kürzere Belichtungszeiten bei wenig Licht und eine geringere Schärfentiefe, also stärkere Freistellung vom Hintergrund. Zooms mit Angaben wie 3,5 bis 5,6 werden am langen Ende lichtschwächer, was bei Dämmerung spürbar ist. Objektive mit durchgehend gleicher Blende sind teurer, aber im Einsatz berechenbarer.

Ein APS-C-Sensor ist kleiner als Vollformat und nutzt daher nur einen Ausschnitt des vom Objektiv erzeugten Bildkreises, was wie eine Verlängerung der Brennweite wirkt. Der Faktor liegt je nach Hersteller bei etwa 1,5 oder 1,6, ein 50-Millimeter-Objektiv verhält sich also wie 75 bis 80 Millimeter. Für Tele ist das ein Vorteil, für Weitwinkel ein Nachteil, weshalb es spezielle APS-C-Weitwinkelobjektive gibt. Die Lichtstärke ändert sich dadurch nicht.

In vielen Fällen ja, denn Anbieter wie Sigma, Tamron, Samyang und Viltrox liefern seit Jahren Optiken auf sehr hohem Niveau, teils zu deutlich niedrigeren Preisen als die Kamerahersteller. Bei Autofokusgeschwindigkeit und Firmware-Anpassung kann es vereinzelt zu kleinen Nachteilen kommen. Achte darauf, dass das Objektiv offiziell für dein Bajonett angeboten wird und nicht nur adaptiert funktioniert. Aktuelle Tests geben schnell Aufschluss über das konkrete Modell.