Alles im Haushalt hängt an einem einzigen Gerät. Fernseher, Handys, Notebooks, Spielkonsole, Türklingel, Heizungssteuerung und Sprachassistent laufen über den Router, und wenn er schwächelt, merkt man das überall gleichzeitig. Trotzdem nutzen viele jahrelang das Standardgerät des Anbieters, obwohl ein besserer Router oft die spürbarste Verbesserung im ganzen Haushalt bringt.
Die Geräte unterscheiden sich nach Anschlussart. DSL-Router bringen ein Modem für Telefonleitungen mit. Kabelrouter arbeiten am Koaxialanschluss des Kabelnetzes. Glasfaserrouter verbinden sich mit dem Glasfaseranschluss, teils über ein separates Modem. Reine WLAN-Router ohne Modem werden hinter einem vorhandenen Anbietergerät betrieben. Mobilfunkrouter mit SIM-Karte versorgen Orte ohne Festnetzanschluss. Viele Geräte bieten zusätzlich Telefonanlage mit DECT, USB-Anschlüsse für Drucker und Speicher sowie Smart-Home-Funktionen.
Bei der Auswahl zählen mehrere Punkte. Prüfe zuerst, welche Anschlussart du hast, denn ein Kabelrouter funktioniert nicht am DSL-Anschluss. Aktuelle WLAN-Standards wie Wi-Fi 6 bringen vor allem bei vielen gleichzeitig aktiven Geräten Vorteile. Achte auf die Anzahl der Netzwerkbuchsen und darauf, ob sie Gigabit unterstützen. Eine gute Firmware-Pflege des Herstellers ist ein echtes Sicherheitsmerkmal, denn Router sind ein beliebtes Angriffsziel. Funktionen wie Gastnetz, Kindersicherung und VPN-Zugang sind im Alltag sehr nützlich.
Preislich sind einfache Router günstig, gut ausgestattete Modelle mit Telefonie liegen im Mittelfeld, und Highend-Geräte mit Mesh-Fähigkeit bilden das obere Ende.
Vergleiche die Geräte und Preise und bring die Zentrale deines Netzes auf Stand.
Ja, in Deutschland gilt die freie Endgerätewahl, sodass Anbieter dir kein bestimmtes Gerät vorschreiben dürfen. Du erhältst auf Anfrage die nötigen Zugangsdaten für die Einrichtung. Bei Kabel- und Glasfaseranschlüssen ist der Vorgang teils etwas aufwendiger, aber ebenfalls möglich. Ein eigener Router spart die monatliche Mietgebühr und amortisiert sich häufig innerhalb von zwei bis drei Jahren.
Möglichst zentral in der Wohnung, frei und erhöht, denn Funkwellen breiten sich kugelförmig aus und werden von Hindernissen gedämpft. Ungünstig sind Aufstellorte im Schrank, hinter dem Fernseher, direkt auf dem Boden oder in einer Ecke des Grundrisses. Auch Metallgegenstände, Spiegel und wasserführende Leitungen in der Nähe schwächen das Signal. Oft bringt ein besserer Standort mehr als jedes zusätzliche Gerät.
Ändere das voreingestellte Administratorpasswort und nutze ein langes, individuelles WLAN-Passwort mit WPA3 oder mindestens WPA2. Halte die Firmware aktuell, denn die meisten erfolgreichen Angriffe nutzen längst bekannte Lücken. Deaktiviere Fernzugriff aus dem Internet, sofern du ihn nicht bewusst brauchst, und richte für Besucher ein separates Gastnetz ein. Auch Smart-Home-Geräte gehören sinnvollerweise in ein eigenes Netz.
Ein klares Signal ist, wenn der Hersteller keine Sicherheitsupdates mehr liefert, denn dann wird das Gerät zum Risiko für das gesamte Netz. Auch häufige Verbindungsabbrüche, überlastetes WLAN bei vielen Geräten und fehlende Unterstützung für aktuelle Anschlussgeschwindigkeiten sprechen für einen Wechsel. Technisch halten Router lange, aber nach etwa fünf bis sieben Jahren ist ein Blick auf die Update-Situation angebracht. Ein neuer Router verbessert oft spürbar die WLAN-Abdeckung.