Von allen Teilen eines Rechners sind Tastatur und Maus die einzigen, die du buchstäblich stundenlang in der Hand hast. Trotzdem bleiben es oft die billigen Beigaben aus dem Set, während für den Prozessor lange verglichen wird. Dabei entscheidet gerade diese Peripherie darüber, wie angenehm sich Arbeit anfühlt und ob nach vier Stunden das Handgelenk schmerzt.
Die Kategorie deckt drei Bereiche ab. Tastaturen reichen von flachen Bürogeräten über mechanische Modelle mit definierten Schaltern bis zu ergonomisch geteilten Varianten. Mäuse gibt es in klassischer Form, als Vertikalmaus für entspanntere Handhaltung, als Trackball ohne Armbewegung und als spezialisierte Modelle mit vielen Zusatztasten. Grafiktabletts ersetzen die Maus beim Zeichnen, Retuschieren und handschriftlichen Notieren durch einen druckempfindlichen Stift. Dazu kommen Sets, kabellose Varianten und Modelle, die per Tastendruck zwischen mehreren Geräten wechseln.
Bei der Auswahl zählt vor allem die Passform. Bei Mäusen sind Größe und Form wichtiger als jede technische Angabe, denn die Hand muss ohne Verkrampfen aufliegen. Bei Tastaturen entscheidet der Schaltertyp über Tippgefühl und Lautstärke, wobei mechanische Modelle präziser auslösen und deutlich länger halten. Achte auf die Anschlussart, denn Bluetooth ist bequem, während ein eigener Funkempfänger schneller reagiert. Multi-Device-Funktion lohnt sich, wenn du zwischen Rechner und Tablet wechselst.
Preislich sind einfache Sets sehr günstig, gute mechanische Tastaturen und präzise Mäuse liegen im Mittelfeld, und ergonomische Spezialmodelle sowie große Grafiktabletts bilden das obere Ende.
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Wichtiger als jedes Spezialgerät ist die Haltung, denn Unterarm und Handrücken sollten möglichst eine gerade Linie bilden statt abgeknickt zu sein. Eine flache Tastatur ohne aufgestellte Füße hilft dabei mehr, als die meisten erwarten. Eine Vertikalmaus dreht die Hand in eine natürlichere Position und wird von vielen als deutliche Entlastung empfunden. Regelmäßige kurze Pausen und ein Wechsel zwischen Maus und Tastaturkürzeln entlasten zusätzlich.
Für Büroarbeit sind kabellose Geräte sehr angenehm und halten den Schreibtisch aufgeräumt, während die minimale Verzögerung dort keine Rolle spielt. Modelle mit eigenem Funkempfänger reagieren schneller als reines Bluetooth und eignen sich auch für schnelle Spiele. Achte auf die Akkulaufzeit, die bei guten Mäusen mehrere Wochen und bei Tastaturen oft Monate beträgt. Kabelgebundene Geräte sind dafür wartungsfrei und nie leer.
Jede Taste hat einen eigenen Schalter mit definiertem Druckpunkt, wodurch Eingaben präziser auslösen und sich das Tippen gleichmäßiger anfühlt. Die Lebensdauer liegt bei vielen Millionen Anschlägen und damit weit über der von Membrantastaturen. Zudem lassen sich Tastenkappen und teils sogar Schalter tauschen, was Anpassung und Reparatur ermöglicht. Der Nachteil sind höherer Preis und je nach Schaltertyp deutlich mehr Geräusch.
Für Bildbearbeitung ist es auch ohne künstlerischen Anspruch sehr nützlich, weil sich Masken, Retuschen und Auswahlen mit einem druckempfindlichen Stift viel präziser bearbeiten lassen als mit der Maus. Auch beim Unterschreiben von Dokumenten und beim handschriftlichen Annotieren spielt es seine Stärken aus. Die Umgewöhnung dauert einige Tage, weil die Zuordnung von Tablettfläche zu Bildschirm zunächst ungewohnt ist. Für reine Büroarbeit bleibt die Maus die schnellere Wahl.