Viele Smartphones werden inzwischen ohne Netzteil verkauft, und das mitgelieferte Kabel überlebt selten mehr als zwei Jahre. Gleichzeitig hat USB-C die Zahl der Steckerformen glücklicherweise reduziert. Wer einmal ein gutes Netzteil und zwei ordentliche Kabel besitzt, hat das Thema für Jahre erledigt und lädt gleichzeitig Handy, Kopfhörer und Tablet.
Das Angebot ist überschaubar. Kabel gibt es mit USB-C auf beiden Seiten, mit USB-A auf USB-C sowie mit Lightning für ältere Apple-Geräte, in Längen von 20 Zentimetern bis zu drei Metern. Textilummantelte Kabel mit verstärkter Zugentlastung halten deutlich länger als einfache Kunststoffvarianten. Bei Ladegeräten reichen die Modelle vom kompakten Einzelnetzteil über Mehrfachladegeräte mit dynamischer Leistungsverteilung bis zu Kfz-Ladern und Reiseadaptern. Induktive Ladeflächen laden ohne Kabel, wenn auch langsamer, und Ladeständer halten das Gerät dabei aufrecht.
Bei der Auswahl sind einige Punkte wichtig. Die Ladeleistung des Netzteils sollte zum Gerät passen, denn moderne Handys nutzen oft 20 bis 65 Watt, während alte Netzteile mit 5 Watt entsprechend langsam laden. Achte darauf, dass das Kabel die gewünschte Leistung überträgt, denn optisch identische Kabel unterscheiden sich erheblich. Für Datenübertragung braucht es ein Kabel, das mehr als nur Strom leitet. Ein Sicherheitszeichen und ein bekannter Hersteller sind bei Netzteilen besonders wichtig.
Preislich sind Kabel und einfache Netzteile sehr günstig, Mehrfachladegeräte liegen darüber, und kompakte Hochleistungsnetzteile bilden das obere Ende.
Vergleiche das Angebot und die Preise und sorge dafür, dass dein Akku nie leer bleibt.
Meist liegt es am Netzteil, denn ältere Modelle liefern nur 5 Watt, während aktuelle Geräte 20 Watt und mehr aufnehmen können. Auch das Kabel ist eine häufige Ursache, weil einfache Ladekabel oft nur geringe Leistung übertragen. Prüfe zusätzlich den Anschluss am Handy auf Fusseln, denn ein verschmutzter Port ist ein überraschend häufiger Grund. Hitze führt zudem dazu, dass das Gerät die Ladeleistung bewusst reduziert.
Bei USB-C mit Power Delivery handeln Gerät und Netzteil die passende Leistung selbst aus, sodass ein stärkeres Netzteil gefahrlos genutzt werden kann. Ein Notebook-Netzteil mit 65 Watt lädt also auch ein Handy problemlos, nur eben nicht schneller als dessen Maximum. Umgekehrt lädt ein schwaches Handy-Netzteil ein Notebook sehr langsam oder gar nicht. Vorsicht ist nur bei sehr billigen Netzteilen ohne Sicherheitszertifizierung geboten.
Achte auf Angaben zur unterstützten Leistung in Watt und zur Datenrate, denn beides unterscheidet sich bei optisch identischen Kabeln erheblich. Eine solide Zugentlastung am Stecker und eine Textilummantelung verlängern die Lebensdauer deutlich, weil dort die häufigste Bruchstelle liegt. Für Ladeleistungen über 100 Watt ist ein E-Marker-Chip im Kabel erforderlich. Sehr billige Kabel ohne jede Angabe sind erfahrungsgemäß am kurzlebigsten.
Induktives Laden erzeugt mehr Abwärme als Laden per Kabel, und Wärme ist der Hauptfaktor für Akkualterung. Der Effekt ist bei modernen Geräten mit Temperaturüberwachung allerdings überschaubar. Entferne beim induktiven Laden dicke Hüllen und lege das Gerät nicht in die Sonne, das reduziert die Wärmebelastung deutlich. Für den nächtlichen Dauerbetrieb ist eine langsame Ladefläche unkritisch, für schnelles Nachladen zwischendurch ist das Kabel effizienter.