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Smart Glasses

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Smart Glasses: Kamera und Klang im Brillengestell

Die Idee einer Brille, die mehr kann als Sehen zu korrigieren, gibt es seit Jahren, und inzwischen sind die Geräte an einem Punkt angekommen, an dem sie im Alltag tragbar sind. Aktuelle Modelle sehen aus wie normale Brillen, bieten aber Kamera, Lautsprecher und Sprachassistent und lassen dich Fotos aus deiner eigenen Perspektive aufnehmen, ohne das Handy zu zücken.

Die Ansätze unterscheiden sich deutlich. Audio-Brillen ohne Display setzen auf Lautsprecher in den Bügeln, mit denen du Musik hören und telefonieren kannst, während die Ohren frei bleiben. Kamera-Brillen ergänzen eine Kamera für Fotos und Videos aus der Ich-Perspektive, oft mit Sprachsteuerung. Modelle mit Display blenden Informationen ins Sichtfeld ein, etwa Navigationshinweise, Übersetzungen oder Benachrichtigungen. Sportbrillen für Radfahrer zeigen Leistungsdaten. Viele Modelle gibt es mit Sonnenschutzgläsern und teils mit Sehstärke.

Bei der Auswahl helfen einige Punkte. Die Akkulaufzeit ist bei dieser Gerätekategorie meist begrenzt und liegt oft bei wenigen Stunden aktiver Nutzung, wobei Ladeetuis die Gesamtlaufzeit verlängern. Das Gewicht entscheidet über die Tragedauer, denn eine schwere Brille wird nach einer Stunde unangenehm. Prüfe, ob sich Gläser mit deiner Sehstärke einsetzen lassen. Bei Kameramodellen ist eine deutlich sichtbare Aufnahmeanzeige wichtig, sowohl rechtlich als auch für den Umgang mit anderen Menschen.

Preislich sind Audio-Brillen erschwinglicher, Kameramodelle liegen im Mittelfeld, und Geräte mit Display bilden das obere Ende.

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Smart Glasses: Häufige Fragen

Viele Hersteller bieten die Möglichkeit, die mitgelieferten Gläser durch Korrekturgläser beim Optiker ersetzen zu lassen, teils über eigene Partnerprogramme. Nicht jedes Modell ist dafür geeignet, weil Bauform und eingebaute Technik den Spielraum begrenzen, insbesondere bei starken Korrekturen. Kläre das vor dem Kauf mit deinem Optiker ab und frage nach möglichen Zusatzkosten. Sonnenschutz- und Selbsttönungsvarianten gibt es bei vielen Modellen ab Werk.

Bei aktiver Nutzung mit Musik, Anrufen und gelegentlichen Aufnahmen sind meist drei bis sechs Stunden realistisch, im reinen Bereitschaftsbetrieb deutlich länger. Videoaufnahmen sind der größte Verbraucher und begrenzen die Laufzeit erheblich. Die meisten Modelle werden mit einem Ladeetui geliefert, das die Brille mehrfach nachlädt. Für einen ganzen Tag Dauerbetrieb reicht die Technik derzeit nicht.

Seriöse Modelle haben eine deutlich sichtbare Leuchtanzeige, die während einer Aufnahme leuchtet und sich nicht deaktivieren lässt. Das Abkleben dieser Anzeige ist rechtlich heikel und verstößt gegen die Nutzungsbedingungen der Hersteller. Trotzdem bemerken Menschen die Anzeige im Alltag oft nicht, weshalb ein offener Umgang wichtig ist. Sag Bescheid, wenn du aufnimmst, und respektiere es, wenn jemand das nicht möchte.

Nein, denn aktuelle Smart Glasses sind auf Alltagstauglichkeit und geringes Gewicht ausgelegt und bieten entweder gar kein Display oder nur eine kleine Informationseinblendung. Vollwertige Augmented-Reality-Headsets mit räumlichem Tracking und großem Sichtfeld sind deutlich größer, schwerer und aufwendiger. Die beiden Kategorien verfolgen unterschiedliche Ziele. Für immersive Anwendungen bleibt ein Headset die richtige Wahl.