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KVM-Switches

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KVM-Switches: Zwei Rechner, ein Arbeitsplatz

Viele Menschen haben inzwischen zwei Rechner am selben Schreibtisch stehen, einen dienstlichen und einen privaten. Zwei Tastaturen, zwei Mäuse und ständiges Umstecken der Monitorkabel sind dabei die unelegante Lösung. Ein KVM-Switch macht daraus einen einzigen Arbeitsplatz, an dem ein Tastendruck genügt, um zwischen den Systemen zu wechseln.

Die Modelle unterscheiden sich in Umfang und Auflösung. Einfache Switches für zwei Rechner mit einem Monitor decken den häufigsten Fall ab. Dual-Monitor-Varianten schalten zwei Bildschirme gleichzeitig um. Modelle für vier oder mehr Rechner richten sich an Werkstätten und Serverräume. Bei den Anschlüssen dominieren HDMI und DisplayPort, teils auch USB-C mit Stromversorgung für Notebooks. Zusätzliche USB-Anschlüsse für Headset, Webcam und Festplatte werden bei besseren Modellen ebenfalls mit umgeschaltet, was im Homeoffice sehr praktisch ist.

Bei der Auswahl sind einige Punkte entscheidend. Die unterstützte Auflösung und Bildrate muss zu deinem Monitor passen, denn günstige Modelle begrenzen oft auf 4K bei 30 Hertz, was am Schreibtisch unangenehm ruckelig wirkt. Prüfe, ob die Umschaltung per Taste am Gerät, per Fußschalter oder per Tastenkombination erfolgt. Achte darauf, ob eine externe Stromversorgung nötig ist, denn manche Switches werden über USB versorgt und geraten bei vielen angeschlossenen Geräten an Grenzen. Passende Kabel liegen nicht immer bei.

Preislich sind einfache Modelle günstig, Varianten mit hoher Auflösung und mehreren Monitoren liegen darüber, und professionelle Geräte bilden das obere Ende.

Vergleiche das Angebot und die Preise und mach aus zwei Rechnern einen Arbeitsplatz.

KVM in der Praxis

Die Abkürzung steht für Keyboard, Video und Mouse, also die drei Geräte, die zwischen mehreren Rechnern umgeschaltet werden. Moderne Switches schalten häufig zusätzlich weitere USB-Geräte wie Headset, Webcam und Kartenleser mit um. Damit wird der komplette Arbeitsplatz auf einmal übergeben. Das Prinzip stammt aus Serverräumen, hat sich aber durch Homeoffice auch im Wohnbereich verbreitet.

Bei digitalen Verbindungen kommt das Signal entweder korrekt an oder gar nicht, sodass es keine schleichende Qualitätsverschlechterung gibt. Entscheidend ist, dass der Switch die gewünschte Kombination aus Auflösung und Bildrate überhaupt unterstützt, denn günstige Modelle begrenzen häufig. Achte auf Angaben wie 4K bei 60 Hertz statt nur 4K, denn die Bildrate wird gern verschwiegen. Auch die Kabelqualität spielt bei hohen Auflösungen eine Rolle.

Das hängt vom Modell ab, denn Webcams und andere Geräte mit hoher Datenrate laufen nur über Switches, die echtes USB 3.0 durchschleifen. Günstige Modelle emulieren die USB-Anschlüsse und funktionieren dann nur mit Tastatur und Maus zuverlässig. Achte auf die ausdrückliche Angabe, dass USB 3.0 unterstützt wird, wenn Webcam oder externe Festplatte mit umgeschaltet werden sollen. Sonst kommt es zu Aussetzern und nicht erkannten Geräten.

Manche Monitore bringen die Funktion bereits mit, indem sie über einen USB-Upstream-Anschluss pro Bildquelle die Peripherie mit umschalten. Softwarelösungen erlauben zudem, Tastatur und Maus eines Rechners über das Netzwerk auf einen zweiten zu übertragen, benötigen aber laufende Systeme und funktionieren nicht vor dem Start. Auch Notebooks mit Dock lassen sich teils elegant integrieren. Für dauerhafte, zuverlässige Umschaltung bleibt der Hardware-Switch die robusteste Lösung.