Kaum ein Gerät sorgt für so viel Frust wie ein Drucker, der genau dann nicht will, wenn man das Ticket für den Zug in zwanzig Minuten braucht. Dabei liegt das seltener am Gerät selbst als an einer Auswahl, die nicht zum tatsächlichen Nutzungsverhalten passt. Wer weiß, wie viel und was er druckt, findet ein Modell, das jahrelang klaglos funktioniert.
Die Bauarten haben klare Profile. Tintenstrahldrucker sind günstig in der Anschaffung, drucken Fotos und Farbgrafiken sehr gut und eignen sich für Haushalte mit gemischtem Druckbedarf. Laserdrucker arbeiten mit Tonerpulver, drucken Text schnell, scharf und wischfest und trocknen niemals ein, was sie für Vielschreiber und Wenigdrucker gleichermaßen interessant macht. Multifunktionsdrucker vereinen Drucken, Scannen, Kopieren und teils Faxen in einem Gerät und sind für die meisten Haushalte die praktischste Lösung. 3D-Drucker bilden eine eigene Welt und erzeugen aus Kunststofffilament greifbare Objekte.
Bei der Auswahl solltest du über den Kaufpreis hinausschauen. Berechne den Seitenpreis aus Patronen- oder Tonerkosten geteilt durch die Reichweite, denn hier entscheidet sich, was das Gerät über die Jahre wirklich kostet. Achte auf Duplexdruck für beidseitiges Drucken, einen automatischen Dokumenteneinzug beim Scannen mehrerer Seiten und darauf, ob das Gerät randlos drucken kann, falls Fotos wichtig sind. WLAN, App-Druck und Unterstützung für AirPrint oder Mopria erleichtern das Drucken vom Handy erheblich.
Preislich sind einfache Tintenstrahler sehr günstig, Multifunktionsgeräte und Laserdrucker liegen im Mittelfeld, und Tanksysteme, Fotodrucker sowie 3D-Drucker bilden die Spitze.
Vergleiche die Geräte und Preise und finde einen Drucker, der einfach funktioniert.
Duplexdruck bedeutet automatisches beidseitiges Bedrucken, ohne dass du das Papier von Hand wenden musst. Das halbiert den Papierverbrauch und ist bei mehrseitigen Dokumenten eine spürbare Zeitersparnis. Für Haushalte mit gelegentlichem Druck ist es Komfort, für alle mit vielen Skripten, Berichten oder Studienunterlagen fast schon Pflicht. Achte darauf, dass es sich um echten automatischen Duplex handelt und nicht nur um eine manuelle Anleitung im Treiber.
Bei Tintenstrahlern ist regelmäßige Nutzung wichtig, idealerweise mindestens einmal wöchentlich eine Farbseite, damit die Düsen nicht eintrocknen. Laserdrucker sind hier völlig unempfindlich und funktionieren auch nach Monaten Stillstand sofort. Wenn dein Drucker meist ungenutzt herumsteht und du nur wenige Seiten im Jahr brauchst, ist ein Laser die deutlich stressfreiere Wahl. Bei Nichtbenutzung sollte der Drucker über seine eigene Taste ausgeschaltet werden, nicht über die Steckdosenleiste, damit er den Druckkopf korrekt parkt.
Praktisch alle aktuellen WLAN-Drucker unterstützen das, meist über AirPrint für Apple-Geräte und Mopria für Android, was ohne zusätzliche App funktioniert. Zusätzlich bieten Hersteller eigene Apps mit Extras wie Scannen per Handykamera und Füllstandsanzeige. Voraussetzung ist, dass Drucker und Handy im selben Netzwerk sind. Einige Modelle unterstützen zudem Wi-Fi Direct, wodurch eine direkte Verbindung ohne Router möglich ist.
Schalte den Drucker aus und ziehe das Papier langsam und möglichst in Laufrichtung heraus, statt es entgegen der Transportrichtung zu zerren. Reste im Gerät sind die häufigste Ursache für den nächsten Stau, deshalb lohnt es sich, alle Klappen zu öffnen und gründlich nachzusehen. Achte darauf, dass der Papierstapel nicht zu voll ist und die Führungsschienen am Papier anliegen. Feuchtes oder gewelltes Papier verursacht ebenfalls überdurchschnittlich viele Staus.