Ein Drucker, ein Scanner, ein Kopierer und manchmal ein Faxgerät, alles einzeln aufzustellen, würde einen halben Schreibtisch füllen. Multifunktionsdrucker packen das in ein Gehäuse und sind deshalb für die allermeisten Haushalte und kleinen Büros die vernünftigste Wahl. Gerade die Scanfunktion wird oft unterschätzt, bis man zum ersten Mal einen Vertrag digitalisieren, ein Formular einreichen oder alte Fotos sichern muss.
Die Varianten unterscheiden sich in Technik und Ausstattung. Tinten-Multifunktionsgeräte sind günstig, drucken Fotos gut und eignen sich für gemischten Haushaltsbedarf. Laser-Multifunktionsdrucker sind schneller bei Text, wirtschaftlicher bei großen Mengen und trocknen nie ein. Tanksysteme mit nachfüllbaren Tintenbehältern haben höhere Anschaffungskosten, dafür sehr niedrige Seitenpreise bei viel Farbdruck. Modelle mit automatischem Dokumenteneinzug scannen und kopieren mehrseitige Vorlagen ohne manuelles Umlegen, und Duplex-ADF-Geräte erledigen das sogar beidseitig.
Bei der Auswahl helfen einige Kriterien. Prüfe die Scanauflösung, wobei 600 dpi für Dokumente völlig ausreichen und höhere Werte nur für Fotos und Dias relevant sind. Ein automatischer Dokumenteneinzug spart bei mehrseitigen Vorlagen enorm viel Zeit. Achte auf WLAN und die Unterstützung von AirPrint oder Mopria für unkompliziertes Drucken vom Handy, sowie auf die Möglichkeit, direkt in einen Cloudspeicher oder per Mail zu scannen. Die Größe der Papierkassette bestimmt, wie oft du nachfüllst.
Preislich sind einfache Tintenmodelle sehr günstig, Laser- und ausgestattete Tintengeräte liegen im Mittelfeld, und Tanksysteme sowie Bürogeräte mit Duplex-Einzug bilden das obere Ende.
Vergleiche die Modelle und Preise und hol dir ein Gerät, das alles abdeckt.
Der automatische Dokumenteneinzug zieht mehrseitige Vorlagen selbstständig über das Scanglas, statt dass du jede Seite einzeln auflegen musst. Wer regelmäßig Verträge, Rechnungen oder Unterlagen digitalisiert, spart damit sehr viel Zeit. Geräte mit Duplex-ADF erfassen zusätzlich beide Seiten in einem Durchgang, was bei beidseitig bedruckten Dokumenten ein echter Gewinn ist. Für Haushalte, die nur gelegentlich eine einzelne Seite scannen, ist er dagegen entbehrlich.
Für normale Dokumente reichen 300 dpi völlig aus und ergeben handliche Dateigrößen, 600 dpi sind der sinnvolle Maximalwert für Textarchivierung mit Texterkennung. Fotos profitieren von 1200 dpi, wenn du sie später vergrößern möchtest. Sehr hohe Werte über 2400 dpi sind nur für Dias und Negative sinnvoll, wofür ein spezialisierter Scanner ohnehin besser geeignet ist. Höhere Auflösungen bedeuten deutlich längere Scanzeiten und sehr große Dateien.
Viele aktuelle Geräte bieten das an, entweder über die Hersteller-App oder über eine Funktion direkt am Display des Druckers. Typisch unterstützt werden Dienste wie Dropbox, Google Drive und OneDrive sowie der Versand als PDF per Mail. Das ist besonders praktisch, wenn du Dokumente ohne Umweg über den Rechner archivieren willst. Prüfe vor dem Kauf, welche Dienste unterstützt werden und ob dafür ein Herstellerkonto nötig ist.
Für die allermeisten Privathaushalte nicht, denn Fax spielt praktisch keine Rolle mehr und viele Anschlüsse unterstützen es über moderne Internettelefonie ohnehin nur eingeschränkt. Relevant bleibt es in einzelnen Bereichen wie Arztpraxen, Kanzleien und bei manchen Behörden. Wenn du kein Fax brauchst, kannst du bei der Auswahl ein Gerät ohne diese Funktion wählen und dabei etwas sparen. Nachträglich lässt sich Fax auch über Onlinedienste abwickeln.