Man kann ein Foto auf normalem Kopierpapier drucken, aber das Ergebnis erinnert eher an eine Zeitungsabbildung als an ein Bild. Die Tinte verläuft in den Fasern, Farben wirken blass und Details verschwimmen. Fotopapier hat eine spezielle Beschichtung, die die Tinte an der Oberfläche hält, und genau das macht aus einem Ausdruck ein Foto, das man aufhängen oder verschenken mag.
Die Oberflächen bestimmen die Wirkung. Glänzendes Papier liefert die kräftigsten Farben und den höchsten Kontrast, spiegelt aber und nimmt Fingerabdrücke schnell an. Mattes Papier wirkt zurückhaltender und edler, spiegelt nicht und eignet sich für Schwarzweiß und Bilder hinter Glas. Seidenmatt und Satin liegen dazwischen und sind der beliebteste Kompromiss, weil sie kräftige Farben mit geringer Spiegelung verbinden. Dazu kommen strukturierte Papiere mit Leinen- oder Perloberfläche, Premium-Fotopapiere für Ausstellungsqualität sowie selbstklebende Varianten und Aufbügelfolien.
Bei der Auswahl sind zwei Werte entscheidend. Das Flächengewicht in Gramm pro Quadratmeter bestimmt die Wertigkeit, wobei ab etwa 200 Gramm ein fotoähnlicher Griff entsteht und 260 bis 300 Gramm Laborqualität nahekommen. Die Beschichtung muss zum Druckertyp passen, denn Papier für Tintenstrahler ist nicht für Laserdrucker geeignet und umgekehrt, da Laserdrucker mit Hitze arbeiten. Stelle im Druckertreiber unbedingt den passenden Papiertyp ein, weil davon die aufgetragene Tintenmenge abhängt. Lagere Papier flach, trocken und staubfrei.
Preislich ist einfaches Fotopapier günstig, mittlere Qualitäten mit höherem Gewicht liegen darüber, und Premiumpapiere für Ausstellungen bilden das obere Ende.
Vergleiche die Sorten und Preise und drucke Fotos, die man gern in die Hand nimmt.
Für Schnappschüsse und Alltagsdrucke reichen 180 bis 200 Gramm pro Quadratmeter aus und liefern bereits ein ordentliches Ergebnis. Ab 240 Gramm fühlt sich das Papier wie ein echtes Laborfoto an, was besonders bei Bildern zum Verschenken oder Rahmen den Unterschied macht. Sehr schwere Papiere ab 280 Gramm können bei manchen Druckern Einzugsprobleme verursachen, weshalb ein Blick in die technischen Daten lohnt. Meist muss dickes Papier über einen speziellen Einzelblatteinzug zugeführt werden.
Glänzend liefert die intensivsten Farben und ist die klassische Wahl für Urlaubsfotos und Porträts mit kräftigen Motiven. Matt spiegelt nicht, wirkt ruhiger und edler und ist besonders für Schwarzweiß, Textilstrukturen und Bilder hinter Glas gut geeignet. Seidenmatt ist für viele der beste Kompromiss, weil es kräftige Farben liefert und trotzdem kaum spiegelt. Fingerabdrücke sieht man auf glänzendem Papier deutlich stärker.
Nur wenn es ausdrücklich für Laserdrucker ausgewiesen ist, denn Papier für Tintenstrahler hat eine Beschichtung, die bei der Hitze der Fixiereinheit schmelzen und das Gerät beschädigen kann. Laserfotopapier ist entsprechend hitzebeständig ausgelegt. Achte auf die Kennzeichnung auf der Verpackung, denn die Papiere sehen sich äußerlich sehr ähnlich. Ein falsches Papier im Laserdrucker kann eine teure Reparatur nach sich ziehen.
Bei Pigmenttinte auf gutem Fotopapier und geschützt vor direkter Sonne sind mehrere Jahrzehnte realistisch, teilweise geben Hersteller über hundert Jahre an. Farbstofftinte verblasst deutlich schneller, besonders bei UV-Einstrahlung. Lagere oder hänge Bilder nicht in direkter Sonne und verwende bei gerahmten Fotos möglichst UV-schützendes Glas. Lass frische Ausdrucke einige Stunden trocknen, bevor du sie stapelst oder in Alben legst.