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SSD-Festplatten

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SSD-Festplatten: Das spürbarste Upgrade überhaupt

Es gibt kaum eine Aufrüstung, die so unmittelbar wirkt. Ein Rechner, der zwei Minuten zum Hochfahren brauchte, ist plötzlich in fünfzehn Sekunden bereit. Programme öffnen sich ohne Verzögerung, große Dateien laden in Sekunden statt Minuten. Wer einen älteren Rechner mit klassischer Festplatte auf eine SSD umstellt, hat das Gefühl, ein neues Gerät vor sich zu haben.

Die Bauformen unterscheiden sich in Anschluss und Tempo. SATA-SSDs im 2,5-Zoll-Format ersetzen klassische Festplatten direkt und passen in praktisch jeden Rechner, mit etwa fünf- bis zehnfacher Geschwindigkeit gegenüber einer Festplatte. NVMe-SSDs im M.2-Format stecken direkt auf dem Mainboard und nutzen den PCIe-Bus, wodurch sie nochmals um ein Vielfaches schneller sind. Innerhalb der NVMe-Klasse unterscheiden sich die PCIe-Generationen 3, 4 und 5 erheblich im Tempo. Externe SSDs bieten dieselbe Technik im tragbaren Gehäuse.

Bei der Auswahl helfen einige Punkte. Prüfe, welchen Anschluss dein Rechner bietet, denn ein M.2-Steckplatz ist bei älteren Systemen nicht vorhanden. Die Länge des M.2-Moduls muss zum Steckplatz passen, üblich ist 2280. Achte auf die TBW-Angabe, die die garantierte Schreibmenge über die Lebensdauer beschreibt. SSDs ohne eigenen Cache-Speicher sind günstiger, brechen bei großen Schreibvorgängen aber deutlich ein. Lasse etwa zehn Prozent des Speichers frei, denn volle SSDs werden langsamer.

Preislich sind SATA-SSDs sehr günstig geworden, NVMe-Modelle liegen leicht darüber, und große Kapazitäten mit aktueller PCIe-Generation bilden das obere Ende.

Vergleiche das Angebot und die Preise und mach deinen Rechner spürbar schneller.

SSDs: Häufige Fragen

Wenn dein Mainboard einen M.2-Steckplatz mit NVMe-Unterstützung bietet, nimm eine NVMe-SSD, denn sie ist deutlich schneller und kostet kaum mehr. Bei älteren Rechnern ohne diesen Steckplatz ist eine SATA-SSD die richtige Wahl und immer noch um ein Vielfaches schneller als jede Festplatte. Im Alltag beim Starten von Programmen ist der Unterschied zwischen SATA und NVMe allerdings kleiner, als die Datenblätter vermuten lassen. Spürbar wird er beim Kopieren großer Dateien.

Die begrenzende Größe ist die Schreibmenge, angegeben als TBW in Terabyte, die bei aktuellen Modellen häufig bei mehreren Hundert Terabyte liegt. Bei normaler Nutzung mit wenigen Terabyte Schreiblast pro Jahr entspricht das Jahrzehnten. Praktisch werden SSDs meist wegen zu geringer Kapazität ersetzt, nicht wegen Verschleiß. Wichtig ist trotzdem eine Sicherung, denn wie jedes Laufwerk kann auch eine SSD plötzlich ausfallen.

Nicht zwingend, denn mit Klonsoftware lässt sich das bestehende System einschließlich aller Programme auf die neue SSD übertragen. Viele SSD-Hersteller liefern dafür kostenlose Werkzeuge mit. Eine saubere Neuinstallation hat allerdings den Vorteil, dass angesammelter Ballast verschwindet und das System merklich frischer läuft. In beiden Fällen solltest du vorher deine Daten sichern.

SSDs brauchen freien Speicher, um Schreibvorgänge intern zu verteilen und Blöcke neu zu organisieren. Ist das Laufwerk nahezu voll, fehlt dieser Spielraum und die Schreibgeschwindigkeit sinkt deutlich. Als Faustregel solltest du etwa zehn bis fünfzehn Prozent frei lassen. Auch der schnelle Zwischenspeicher vieler Modelle ist begrenzt, weshalb sehr große Kopiervorgänge nach einigen Gigabyte einbrechen können.