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PC-Gehäuse

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PC-Gehäuse: Mehr als eine Kiste aus Blech

Das Gehäuse ist das Bauteil, das man täglich sieht und hört, und genau deshalb wird es oft unterschätzt. Es bestimmt, wie gut die Luft durch das System strömt, wie laut der Rechner am Schreibtisch wirkt, wie leicht sich Komponenten einbauen lassen und ob eine große Grafikkarte überhaupt hineinpasst. Ein gutes Gehäuse überlebt dabei problemlos mehrere Rechnergenerationen.

Die Größen richten sich nach dem Mainboard-Format. Midi-Tower für ATX-Boards sind der verbreitetste Kompromiss aus Platz und Stellfläche. Big-Tower bieten Raum für sehr viele Laufwerke, große Radiatoren und aufwendige Kühlung. Kompakte Micro-ATX- und Mini-ITX-Gehäuse sparen Platz und eignen sich für Wohnzimmer und kleine Schreibtische. Bei der Gestaltung reicht die Spanne von schlichten geschlossenen Modellen mit Dämmmatten für leisen Betrieb bis zu Gehäusen mit Glasseitenteil und Beleuchtung. Modelle mit Mesh-Front setzen auf maximalen Luftdurchsatz.

Bei der Auswahl lohnt der Blick auf konkrete Maße. Prüfe die maximale Grafikkartenlänge und die maximale Kühlerhöhe gegen deine geplanten Komponenten, denn hier scheitern die meisten Aufbauten. Achte auf die Anzahl und Position der Lüfterplätze und darauf, ob Lüfter bereits enthalten sind. Ein Netzteilschacht unten mit eigener Kammer und Kabeldurchführungen erleichtert einen aufgeräumten Aufbau erheblich. Staubfilter an Front, Boden und Deckel halten das Innere sauber und sollten herausnehmbar sein.

Preislich sind einfache Gehäuse sehr günstig, gut durchdachte Modelle mit Filtern und Kabelmanagement liegen im Mittelfeld, und hochwertig verarbeitete oder gedämmte Gehäuse bilden das obere Ende.

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Gehäuse und Luftstrom

Bewährt hat sich, vorne und unten Luft anzusaugen und hinten sowie oben warme Luft abzuführen, weil warme Luft ohnehin nach oben steigt. Ein leichter Überdruck durch etwas mehr einblasende als ausblasende Lüfter reduziert Staub, weil Luft nur durch die Filter eintritt. Achte auf die Pfeile am Lüfterrahmen, die Drehrichtung und Luftrichtung anzeigen. Wichtiger als viele Lüfter ist ein durchgehender Weg der Luft ohne Blockaden.

Gehäuse mit geschlossener Glas- oder Metallfront sehen ruhiger aus, behindern aber den Lufteinlass deutlich, weil die Luft nur durch schmale Seitenschlitze angesaugt werden kann. Mesh-Fronten aus feinem Gitter bieten erheblich besseren Durchsatz und niedrigere Temperaturen. Bei leistungsstarker Hardware ist das ein spürbarer Unterschied von mehreren Grad. Für sparsame Bürorechner spielt es dagegen kaum eine Rolle.

Die Lautstärke hängt stärker von Lüftern und Kühlern ab als vom Gehäuse selbst, aber ein gedämmtes Gehäuse mit Mattenbelag reduziert hörbar. Große Lüfter mit 140 Millimetern drehen bei gleicher Luftmenge langsamer und arbeiten dadurch leiser als kleine. Wichtig ist außerdem eine Lüftersteuerung über das Mainboard, die die Drehzahl an die Temperatur anpasst. Entkoppelte Festplattenkäfige verhindern, dass Vibrationen ins Gehäuse übertragen werden.

Ein- bis zweimal jährlich ist ein guter Rhythmus, in Haushalten mit Haustieren oder Rauchern häufiger. Staubfilter lassen sich meist ohne Werkzeug herausnehmen und ausklopfen oder abspülen, was den größten Teil der Arbeit ausmacht. Für Kühlkörper und Lüfter eignet sich Druckluft in kurzen Stößen, wobei du die Lüfterblätter festhalten solltest. Sauberere Kühlung bedeutet niedrigere Temperaturen und leiseren Betrieb.