WLAN ist bequem, aber es teilt sich die Luft mit Nachbarn, Mikrowellen und Bluetooth-Geräten und schwankt je nach Tageszeit und Standort. Ein Netzwerkkabel kennt diese Probleme nicht. Es liefert konstante Geschwindigkeit, minimale Verzögerung und funktioniert unabhängig davon, wie viele Geräte gerade funken. Für Fernseher, Konsole und Arbeitsrechner ist es deshalb weiterhin die beste Wahl.
Die Kategorien beschreiben die Leistungsfähigkeit. Cat 5e reicht technisch für Gigabit-Verbindungen aus und ist die Untergrenze. Cat 6 ist heute der Standard, kostet kaum mehr und bietet Reserve. Cat 6a unterstützt 10 Gigabit über volle Länge und ist bei Neuverlegung in der Wand sinnvoll. Cat 7 und höher sind für Privathaushalte praktisch immer überdimensioniert. Bei der Bauform unterscheidet man flexible Patchkabel für kurze Strecken, Flachbandkabel zum Verlegen unter Teppich oder Türen sowie Verlegekabel für die feste Installation. Außenkabel sind UV- und feuchtigkeitsbeständig.
Bei der Auswahl helfen einige Hinweise. Wähle die Länge realistisch, denn zu kurze Kabel spannen und zu lange erzeugen Chaos hinter dem Möbelstück. Die Abschirmung ist in Wohnungen selten kritisch, kann aber bei parallel verlegten Stromleitungen helfen. Achte auf saubere Verarbeitung der Stecker mit Knickschutz, weil dort die häufigste Bruchstelle liegt. Farbige Kabel erleichtern die Zuordnung bei mehreren Verbindungen. Die maximale Länge liegt bei 100 Metern, was in jedem Haushalt reichlich ist.
Preislich sind Netzwerkkabel durchweg sehr günstig, wobei längere Verlegekabel und Außenvarianten etwas darüber liegen.
Vergleiche das Angebot und die Preise und bring deine wichtigsten Geräte ans Kabel.
Für Gigabit-Verbindungen, die in Haushalten der Standard sind, reicht Cat 6 vollkommen aus und ist kaum teurer als Cat 5e. Cat 6a lohnt sich, wenn du fest in der Wand verlegst und dir 10 Gigabit für die Zukunft offenhalten möchtest. Höhere Kategorien bringen ohne passende Hardware keinerlei Vorteil, sind dafür steifer und schwerer zu verlegen. Achte eher auf Verarbeitung und Steckerqualität als auf eine möglichst hohe Zahl.
Bezeichnungen wie UTP, FTP oder S/FTP beschreiben, ob und wie das Kabel gegen elektromagnetische Störungen abgeschirmt ist. Ungeschirmte Kabel reichen in normalen Wohnungen fast immer aus, weil die verdrillten Adernpaare bereits gut gegen Störungen wirken. Geschirmte Varianten sind sinnvoll, wenn das Kabel längere Strecken parallel zu Stromleitungen verläuft oder in industrieller Umgebung liegt. Geschirmte Kabel müssen korrekt geerdet werden, sonst können sie sogar nachteilig wirken.
Am einfachsten geht das mit einer Kupplung, die zwei Patchkabel verbindet, was für den Hausgebrauch völlig ausreicht. Bei fester Verlegung sind Netzwerkdosen und ein Auflegewerkzeug die sauberere Lösung, weil jede Steckverbindung eine potenzielle Fehlerquelle darstellt. Vermeide es, mehrere Kupplungen hintereinanderzuschalten. Bei sehr langen Strecken solltest du lieber ein durchgehendes Kabel in passender Länge verwenden.
Flache Netzwerkkabel lassen sich unter Teppichkanten, Fußleisten und sogar unter Türblättern hindurchführen, ohne aufzutragen. Selbstklebende Kabelkanäle in Wandfarbe sind eine ordentliche Lösung entlang von Wänden. Für den Weg zwischen Etagen bieten sich vorhandene Leerrohre, Kabelschächte oder als Alternative Powerline-Adapter an. Achte darauf, Kabel nicht scharf zu knicken, weil das die Adernpaare dauerhaft schädigt.