Ein guter Drucker hält oft zehn Jahre, aber viele ältere Modelle haben nur einen USB-Anschluss und lassen sich deshalb nur von einem einzigen Rechner ansteuern. Ein Printserver löst das, indem er den Drucker ins Netzwerk holt. Plötzlich drucken alle Rechner, Tablets und Handys im Haushalt darauf, ohne dass ein bestimmter Rechner eingeschaltet sein muss.
Die Varianten unterscheiden sich in Anschluss und Funktionsumfang. Klassische Printserver mit Netzwerkanschluss werden per Kabel an den Router angebunden und nehmen den Drucker per USB auf. WLAN-Printserver kommen ohne Netzwerkkabel aus und eignen sich, wenn der Drucker weit vom Router entfernt steht. Modelle mit mehreren USB-Anschlüssen bedienen zusätzlich einen Scanner oder eine externe Festplatte. Viele aktuelle Router bringen die Funktion bereits mit und stellen einen angeschlossenen USB-Drucker im Netzwerk bereit, was ein separates Gerät oft überflüssig macht.
Bei der Auswahl ist Kompatibilität der wichtigste Punkt. Nicht jeder Drucker funktioniert mit jedem Printserver, weshalb ein Blick in die Kompatibilitätsliste des Herstellers vor dem Kauf unbedingt lohnt. Multifunktionsgeräte lassen sich häufig nur zum Drucken einbinden, während Scannen und Statusabfragen nicht funktionieren. Prüfe, ob das Gerät die Druckprotokolle unterstützt, die deine Systeme nutzen, insbesondere AirPrint für Apple-Geräte. Ein Gerät mit aktueller Firmware-Pflege ist einem Restposten vorzuziehen.
Preislich sind Printserver durchweg sehr günstig, wobei WLAN-Modelle und solche mit mehreren Anschlüssen etwas darüber liegen.
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Nur wenn dein Drucker keinen eigenen Netzwerkanschluss und kein WLAN besitzt, was bei Geräten der letzten Jahre die Ausnahme ist. Prüfe zuerst, ob dein Router einen USB-Anschluss mit Druckerfreigabe hat, denn viele aktuelle Modelle bringen die Funktion mit und ersparen das Zusatzgerät. Auch die Freigabe über einen dauerhaft eingeschalteten Rechner ist möglich, aber unpraktisch. Erst wenn beides nicht infrage kommt, lohnt ein Printserver.
In vielen Fällen leider nicht oder nur eingeschränkt, denn Scannen erfordert eine bidirektionale Kommunikation, die einfache Printserver nicht abbilden. Manche Geräte unterstützen bestimmte Scannermodelle über spezielle Software, die Auswahl ist aber begrenzt. Wenn Scannen im Netzwerk wichtig ist, ist ein Multifunktionsdrucker mit eigenem Netzwerkanschluss die deutlich zuverlässigere Lösung. Prüfe vor dem Kauf konkret dein Gerätemodell.
Das hängt davon ab, ob der Printserver die passenden Protokolle unterstützt, insbesondere AirPrint für Apple-Geräte und Mopria für Android. Ohne diese Unterstützung erscheint der Drucker auf dem Handy nicht in der Auswahl. Manche Hersteller bieten eigene Apps als Alternative an. Achte deshalb bei der Auswahl gezielt auf die genannten Standards, wenn mobiles Drucken wichtig ist.
Verbinde den Printserver per Netzwerkkabel oder WLAN mit dem Router und schließe den Drucker per USB an. Anschließend rufst du die Konfigurationsoberfläche über eine IP-Adresse im Browser auf und richtest den Drucker ein. Auf den Rechnern fügst du den Drucker dann als Netzwerkdrucker hinzu und installierst den passenden Herstellertreiber. Eine feste IP-Adresse für den Printserver verhindert, dass die Verbindung nach einem Routerneustart verloren geht.